paedal
pädal – pädagogik aktuell e.V.
und Lernwerkstatt Kita-Museum

Mainstraße 11, 14612 Falkensee
Fon (049) 03322 - 4293223, Fax (049) 03322 - 4297704, info@paedal.de
Kita-Museum
  "Netzwerk Gesunde Kita"  www.gesunde-kita.net

Ein Aufbauprojekt im Auftrage des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg

Ziele des Gesamtprojekts:
  • Eltern- und Erzieherinnen-Information
  • Gesundheitsförderung im Rahmen eines gestärkten Natur- und Umweltbewusstseins von Kindern, Eltern und Erzieher/innen
  • Steigerung der Lern- und Leistungsfähigkeit vom Kleinstkindalter an.
Über das Projekt sollen der Denkansatz und die Perspektive der Salutogenese verbreitet und gefördert werden. Auf pädagogische Ziele und Handlungskonzepte übertragen, ergibt sich daraus die Sichtweise: gesunde, selbstbewusste, ungebeugte, lebensfreudige, starke Kinder haben keinen Drang, sich durch extremes Konsumverhalten zu berauschen, und wollen sich nicht mit Gewalt durchsetzen, wenn sie ihre Ziele auch durch konstruktives, kommunikatives Verhalten erreichen können. - Das entstehende Netzwerk sucht nach Wegen, im Zusammenwirken von Erzieher/innen und Eltern Kinder vom Kleinstkindalter an natürlich und gesund, selbstbewusst, selbst- und sozial-verantwortlich aufwachsen zu lassen.

Ziel ist es also,
Eltern - Familien - Erzieherinnen und Träger

zu motivieren > ihnen Lust zu Gesundheitsförderung zu machen,
sie zu aktivieren > ihnen "auf die Sprünge zu helfen",
sie Erfolg und Stolz über Erreichtes erfahren zu lassen und
ihnen zu helfen, ihre Erfahrungen weiterzugeben und
andere mit auf ihren Kinder und Eltern stark machenden Weg zu nehmen.

Erwartete Projektergebnisse in Kitas und Familien sind:
  • Bewegungs- und Gesundheitsförderung für Kinder vom Säuglingsalter an erhält eine spürbar höhere Bewertung und Wertschätzung als bisher - bei Eltern, Kindern, Erzieherinnen u. Trä-gern.

  • Information und Bewußtseinsförderung

  • Bewegungs- und Gesundheitsförderung wird zum dauerhaften Konzeptschwerpunkt - belebt durch immer neue Aktionen, Projekte, Wettbewerbe und selbstgesetzte Ziele

  • Partizipations- und Selbstwirksamkeitserlebnisse

  • Bewegungs- und Gesundheitsförderung wird zum Profilmerkmal der Einrichtungen (schriftlich fixiert in der Einrichtungskonzeption) und zum Aspekt der Unternehmensleitbilder von Kita-Trägern - weil: von den Eltern gefordert, von einer veränderten Unternehmensphilosophie getragen und im Sinne der Kundenorientierung förderlich.
  • Qualitätsbewußtsein

  • Kinder, Eltern und Erzieherinnen der Projektkitas entwickeln Lust und Ehrgeiz, positive Erfahrungen weiterzuvermitteln, Transparenz, Aufmerksamkeit und Unterstützungsbereitschaft in der Öffentlichkeit herzustellen.

  • Multiplikatorenfunktion

  • Kitas berichten, erklären, vermitteln, regen an, begleiten. Ihrerseits angeregt, begleitet und unter-stützt durch eine Koordinatorin werden die am Projekt Beteiligten im Sinne einer kontinuierlichen Ausweitung des Netzwerks auf verschiedenen Ebenen aktiv:   Kitas für Kitas   -   Eltern für Eltern   -   Kinder für Kinder; Partnerschaft,

  • natur- und gesundheitsbezogenes soziales Engagement
    - von Erwachsenen vor-, von Kindern mit- und nachgelebt.


  • Kitas mit einem ausdrücklich gesundheitsfördernden, Kinder und Eltern stark machenden Pro-fil/Konzept sollen sich zum Gemeinwesen öffnen, d.h. z.B. auch Nicht-Kita-Kindern Nutzungs-Möglichkeiten anbieten oder z.B. Tagesmüttern die Nutzung ihrer gesundheitsfördernden Raumbedingungen mit Tagespflege-Kindern anbieten

  • Gemeinwesenorientierung


    Elemente des Projektes

    1. Das Basiskonzept beinhaltet 3 relevante Handlungsfelder der Gesundheitsförderung in Familie und Kindereinrichtungen:


    1. Handlungsfeld Bewegungsförderung


      • Räumliche Ausstattung: Bewegungsräume und Bewegungsanreize in Kitas schaffen.
      • Spielplatz Natur: Natur und landschaftliche Umgebung zur Bewegungsförderung nutzen (z.B. umweltbezogene Erlebnispädagogik)
      • Einbeziehung von Klang-, Rhythmus- und Musikelementen - in Zusammenarbeit mit interessierten Musikschulen.
      • Integrative Bewegungsförderung: spielerische Bewegungs-Anregung für behinderte und nicht-behinderte Kinder.
      • Ideen und Anregungen für Bewegung in Familie und Wohnumgebung.
      • Aufmerksamkeit für den Schutz von Umwelt und Natur, um gesundes Leben und ein gesundes Aufwachsen der Kinder zu gewährleisten.

    2. Handlungsfeld Früherkennung in Kita und Familie
      • Medizinische Grundinformation, Sensibilisierung durch Beobachtung und Medien (Film), Gewinnen von Handlungssicherheit
      • Information, Transparenz, Zuständigkeiten
        Darstellung der Arbeit von Frühförderstellen
      • Einflussnahme über den ÖGD
          Einzelkontakte zu engagierten Fachleuten
          Kontakte auf Kreisebene über die Projekte in HVL und LDS
          (Nutzung von Projektergebnissen aus den beiden Landkreisen)

    3. Handlungsfeld "Kinder stark machen"


      • Körperliche Sicherheit und seelische Stärke machen Kinder unabhängig und wider-standsfähig gegen unterschiedlichste Abhäbgigkeiten und Gruppenzwänge. Sie geben ihnen eine grundlegende entwicklungsfördernde innere Stabilität und die Kraft und das Selbstvertrauen, verführerischen Einflüssen gegenüber standhaft zu bleiben.
      • Um das zu erreichen, erhalten Kinder früh Gelegenheiten und Freiräume, Selbst-bewußtsein, Sicherheit und Selbstvertrauen zu entwickeln. Das geschieht insbe-sondere, indem sie ein sicheres Körpergefühl gewinnen, ihre eigenen Kompeten-zen und deren Wirkungen erfahren (Selbstwirksamkeitserlebnisse), indem sie Ent-scheidungen und Verantwortung übernehmen und mit den positiven und negativen Folgen konfrontiert werden (Partizipation).
      • Kinder lernen, wie man Konflikten vorbeugen, wie man sie oftmals ganz vermeiden kann, und wie man aufgetretene Probleme und Konflikte konstruktiv und gewaltfrei lösen kann - ohne oder mit fremde Hilfe.
      • Kinder erhalten Raum und Anregung, kreative Problemlösestrategien zu entwickeln und erfahren die regulierende Wirkung von Kompromissen.


    1. 7 Projekteinrichtungen:
    2. die Kitas lassen sich in enger Zusammenarbeit von Erzieherinnen, Eltern, Kindern, ggf. Kooperationspartner/innen und Projektbegleitung zunächst ein auf:

      • gemeinsame Konzeptgruppenarbeit, an der teilweise auch Kinder teilnehmen: Gesundheits- und entwicklungsfördernde Veränderungen sollen für die eigene Einrichtung und das soziale Umfeld entwickelt, für die Umsetzung vorbereitet und später offensiv in der Öffentlichkeit vorgestellt und vertreten werden.
      • Die einrichtungsinterne Planung richtet sich an den drei im Basiskonzept vorgegebenen Handlungsfeldern aus, wird jedoch von den Einrichtungen konkretisiert und für die ganz spezifischen örtlichen Bedingungen ausgearbeitet.
      • intensive, an den Projektzielen orientierte Fortbildung für Erzieherinnen. - Im Rahmen des Projekts sollen Erzieherinnen neue Haltungen zu Fragen der Gesundheitsförderung gewinnen (hier beispielsweise über den Erwerb medizinischer, motopädischer Grundkenntnisse), sie sollen lernen und über, Kinder und Eltern auf ansprechende Weise zu motivieren und einzubeziehen (psychologische, pädagogische und kommunikative Kompetenzen im direkten Zusammenhang des Netzwerkaufbaus) und durch gute Öffentlichkeitsarbeit zur Verbreitung der Netzwerkidee beizutragen, Nachahmer/innen zu motivieren und ggf. Partner/innen und Unterstützer/innen zu gewinnen - immer mit dem Ziel, Kindern faire Chancen für ein gesundes, naturnahes Aufwachsen in unserer zunehmend industrialisierten und technisierten Welt zu verschaffen.
      • verstärkte gesundheits- und projektbezogene Elternarbeit, der es gelingt, vielen desinteressierten, unentschlossenen und bequemen Eltern die Augen für die oft entwicklungshemmenden Umweltbedingungen zu öffnen, in denen ihre Kinder aufwachsen. Die Elternarbeit im "Netzwerk Gesunde Kita" darf nicht rügen und tadeln, sondern soll auch die Erwachsenen einladen; sie soll Eltern auf den Spaß machenden Wegen eines gesundheitsförderlichen Lebens mitnehmen, um sie allmählich zu mehr Aufmerksamkeit und Konsequenz bei der Gestaltung der kindlichen Lebensbedingungen anzuregen und sie dabei zu begleiten.


      Internet-Präsenz (wichtiges Element für einen späteren Netzwerk-Aufbauschritt)

      Transparenz und Öffentlichkeitswirksamkeit durch lebendige, aktuelle, animierende Berichterstattung, Informationsvermittlung, Kontakte, Austausch, Vernetzung auch über Landesgrenzen hinaus, Netzerweiterung, Vereinbarung und Planung von Aktionen und Kooperationen ...
      Mailings u.v.m. zur Gewinnung von Partner/innen, Sponsor/innen u.a.
      Internet auch als schneller Informations- und Kommunikationsweg zwischen allen Projektbeteiligten.
      Daher evtl. projektinterne Interneteinführung bzw. gegenseitige Übungsvereinbarungen o.ä.


      Arbeitsschritte

      Das Projekt soll von vorn herein auf Öffentlichkeitswirksamkeit und Auswei-tung/Verbreitung als integrierte Netzwerkidee angelegt werden.

      1. Schritt:
      2. Erzieherinnenfortbildung für die 7 bis 8 brandenburgischen Projektkitas im 1. Projektjahr - parallel zur Ausarbeitung einrichtungsinterner Teilprojekte

        Die Fortbildung soll erreichen:
        Wissensvermittlung (Einbeziehung von medizinischen, psychologischen und pädagogischen Expert/innen), weil der Netzwerkaufbau eine fachliche Kompetenz und aktive Überzeugungs-fähigkeit der beteiligten Erzieherinnen braucht, die auf dem freien Fortbildungsmarkt so nicht vermittelt bzw. erworben werden können. - Im Rahmen von Fortbildung und Arbeitsgruppen soll mit den Beteiligten ein Rahmenkonzept für die Realisierungsphase des Netzwerkaufbaus erarbeitet werden, dazu gehören auch die reflektierte Planung der Folge-Arbeitsschritte, Einübung von Methoden der Einbeziehung von bzw. der projektbezogenen Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern, Methoden der Beobachtung, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit. (Die Fortbildung wird teilweise über das vom MBJS geförderte Fortbildungsprogramm des Kita-Museums finanziert. Weitere Mittel müssen noch gefunden werden.)


      3. Schritt: Einrichtungsinterne und einrichtungsübergreifende Konzeptionsgruppen
      4. - Beteiligte: Erzieherinnen, Eltern, ggf. Trägervertreter/innen, Projektbegleiterin, zeitweise auch Kinder und Kooperationspartner/innen. Aufgabe: Wahl des Handlungsfeldes für den Projektzeitraum, Konkretisierung des Projektvorhabens, Beschreibung, Planung, Ideenentwicklung und Begleitung in der Verwirklichungsphase.

      5. Schritt: Eltern-/Familienbildung
      6. für die Eltern der Projektkitas - viele Teile ggf. gemeinsam mit den Erzieherinnen. (Die Finanzierung der Eltern- und Familiebildung im Rahmen des Projekts ist noch nicht gesichert, kann jedoch teilweise in Kooperation mit dem Familienbildungsprojekt der Abteilung Frauen des MASGF, ebenfalls im Haushaltsjahr 2002, organisiert werden).

      7. Schritt: Umsetzung in gesunde Kita-Praxis

      8. Es gilt, gezielt an den Erfahrungen und Ergebnissen früherer Projekte anzuknüpfen, diese einzubeziehen und zu nutzen. Projektbezogene Kooperationen werden insbesondere angestrebt mit OPUS - Netzwerk gesunde Schule und zum gesunde Städte-Netzwerk in der Prignitz. Wichtig erscheinen auch die Hinweise und die punktuelle Beteiligung der Öffentlichen Gesundheitsdienste in den beteiligten Landkreisen.


      9. Schritt: Berichterstattung
      10. , Auswertung, Verbesserungsvorschläge, Handlungs- und Ablaufkorrekturen - Rückfluß evtl. in thematische Handreichungen.

      11. Schritt: Öffentlichkeitsarbeitskampagne
      12. "Kinder stark machen"
        Die Öffentlichkeit aufmerksam machen - über Erlebtes berichten - zeigen, was erreicht wurde und woran weitergearbeitet wird - weitersagen, was Spaß gemacht hat - Fortsetzung des Projekts in Eigenregie (begleitet durch Koordinatorin) planen, Verbündete und Kooperationspartner/innen suchen ...

    Weitere Informationen unter  www.gesunde-kita.net


 
     
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